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DSL bringt hohe Bandbreiten für Privatanwender und Unternehmen

Jeder findet ein passendes Angebot

Private und kommerzielle Anwender wünschen sich einen leistungsfähigen Zugang zum Internet. Mittels DSL lässt sich dieser Wunsch kurzfristig über vorhandene Telefonleitungen zu bezahlbaren Preisen erfüllen.

Von Klaus Eppele

In den letzten Jahren galt ISDN (Integrated Services Digital Network) als das Non-Plus-Ultra für den performanten Internet Zugang. Das ist heute nicht mehr so. Denn immer größere Dateien und neue Anwendungen im kommerziellen sowie im privaten Bereich erfordern höhere Bandbreiten und kürze Download-Zeiten. Die alternativen Digital Subscriber Line (xDSL) Technologien vervielfachen die Kapazität bestehender Kupferleitungen. Das „x“ zeigt an, dass es verschiedene DSL-Verfahren gibt, die sich hinsichtlich der benötigten Adernpaare, der möglichen Datendurchsatzraten und der Streckenlimitierungen unterscheiden.

DSL ist eigentlich ein alter Hut: Erste DSL-Varianten wurden schon Ende der 80er Jahre in den USA vorgestellt. Genau genommen handelt es sich schon bei ISDN um eine DSL-Spielart, bei der allerdings weniger die hohen Bandbreiten als vielmehr die Dienste-Integration (Sprache plus Daten) im Vordergrund stand und noch heute steht.

DSL-Variante

ADSL

SDSL

VDSL

HDSL

Verfahren

asymmetrisch

symmetrisch

einstellbar

symmetrisch

Max. Downstream

8 Mbit/s

2,32 Mbit/s

Summen-Bitrate bis 60 Mbit/s

2 Mbit/s

Max. Upstream

768 Kbit/s

2,32 Mbit/s

2 Mbit/s

Entfernungen

2 km bei max. Datenrate

3,3 km

bis 5 km (ohne Repeater)

4 km

Die wichtigsten xDSL-Varianten im Überblick. Die genannten Übertragungsraten beziehen sich auf das technisch mögliche Maximum. Die tatsächlich mögliche Bandbreite hängt von der Länge und der Qualität der Kupferleitung sowie vom Dienstangebot des jeweiligen Providers ab.

Alles über eine Leitung

Die xDSL-Varianten haben den großen Vorteil, dass sie auf der flächendeckend vorhandenen Kupferverkabelung des Telefonnetzes eingesetzt werden können. Der traditionelle, analoge Telefonverkehr belegt für die Übertragung der Sprache lediglich den Frequenzbereich bis 3,4 Kiloherz; ISDN benötigt 120 kHz. Die meisten der vorhandenen verdrillten Kupfer-Doppeladern vertragen aber weit höhere Frequenzen zur Übertragung weiterer Informationen. DSL-Modems sorgen durch aufwendige Codierverfahren dafür, dass neben den reservierten Frequenzspektren für POTS (Plain Old Telefon Service = der analoge Telefonverkehr) und ISDN weitere Kanäle genutzt werden können (siehe Bild 1). Weil aber nicht alle verlegten Kupferkabel diese hohen Anforderungen erfüllen, kann der xDSL-Dienst nicht jedem Telefonteilnehmer garantiert werden. Schlecht verlegte oder altersschwache Kabel, Dämpfungen, Störsignale, Nebensprechen bei eng aneinander verlegten Kabeln und Inhomogenitäten können dazu führen, dass einzelne Anschlüsse nicht für xDSL genutzt werden können. In Deutschland besitzt die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) jedoch eine sehr hohe Qualität, so dass mit einer Ausbeute von bis zu 80 Prozent gerechnet wird. Probleme kann es auch in ländlichen Gebieten geben, wenn die Entfernung zwischen Teilnehmer und Ortsvermittlung zu groß ist. Da die Kupferleitungen die hohen Frequenzen über die ganze Strecke hinweg gewährleisten müssen, sind bandbreitebeschränkende Geräte, wie POTS-Signal-Verstärker, aus der Verbindung zu entfernen. Denn diese Systeme verstärken nur den Frequenzbereich der Sprachübertragung, unterdrücken aber die xDSL-Frequenzen.

Frequenzspektrum 

Bild 1: DSL-Modems öffnen durch aufwendige Codierverfahren auf bestehenden Telefonleitungen neben den reservierten Frequenzspektren für POTS und ISDN weitere Übertragungskanäle für die verschiedenen xDSL-Varianten.

Schon über 1,2 Millionen T-DSL-Anschlüsse

Das bekannteste und meistgenutzte DSL-Derivat ist derzeit ADSL (Asynchronous Digital Subscriber Line). ADSL bietet zum Teilnehmer (Downstream) eine Bandbreite von bis zu 8 Mbit/s an. In der Gegenrichtung (Upstream) werden bis zu 1,5 Mbit/s unterstützt. Die Deutsche Telekom (www.telekom.de ) hat das ADSL-Verfahren unter der Bezeichnung T-DSL auf dem Massenmarkt bekannt gemacht, aber die technisch möglichen Durchsatzraten eingeschränkt. T-DSL-Privatanwender dürfen Informationen mit 768 Kbit/s, also mit der 12-fachen Bandbreite eines ISDN-Kanals, aus dem Internet ziehen. In Richtung Internet sind bei T-DSL nur 128 Kbit/s erlaubt. Das entspricht gerade der Übertragungsrate der zwei B-Kanäle eines ISDN-Basisanschlusses. Allerdings laufen zur Zeit Tests, von deren Ergebnis die Deutsche Telekom die Einführung eines „Turbo-T-DSL“ abhängig machen will, in dessen Genuss dann jeder T-DSL-Kunde automatisch kommen soll.

Das folgende Beispiel zeigt, dass man aber auch schon mit dem heutigen T-DSL, trotz der Einschränkung der technisch möglichen Bandbreite, einiges an Zeit gewinnen kann: Um beispielsweise eine zwei Megabyte große Datei aus dem Internet zu laden, benötigt ein Modem mit einer Übertragungskapazität von 56,6 Kbit/s etwa fünf Minuten. Ein ISDN-Anschluss mit 64 Kbit/s schafft dieselbe Datenmenge in ca. vier Minuten. Wer seine beiden ISDN-Kanäle bündelt, erhält den Download sogar in knapp zwei Minuten. Und so richtig schnell geht das Surfen mit T-DSL. Bei optimalen Bedingungen kann der T-DSL-Anschluss die zwei Megabyte in ungefähr 24 Sekunden laden. Erst mit diesen Übertragungsgeschwindigkeiten macht es Sinn, Musik in CD-Qualität und hochauflösende Filme zu laden oder große Dateien per E-Mail zu versenden.

Vergleich 

Bild 2: Erst mit DSL macht das Surfen im Internet so richtig Spaß.

Bisher wurden über 1,2 Millionen T-DSL-Anschlüsse verkauft. Wöchentlich kommen lt. der Deutschen Telekom etwa 60.000 neue T-DSL-Kunden dazu. Allerdings könnten wir schon weit mehr T-DSL-Anschlüsse zählen. Denn viele T-DSL-Bestellungen harren noch auf ihre Realisierung durch die Telekom, die in den letzten Monaten aufgrund von fehlenden Hardwarebausteinen nicht schnell genug auf die Nachfrage reagieren konnte.

Die Kosten für T-DSL sind vertretbar. Wer bereits ISDN-Kunde ist, muss, abhängig vom bestehenden Anschluss, maximal 19,90 DM je Monat aufzahlen, um in den Genuss von T-DSL zu kommen. Für weitere 49,00 DM je Monat gibt’s dann die Flatrate, die es dem Anwender erlaubt, das Internet ohne zusätzliche Einwahl- oder Telefongebühren zu jeder Tag- und Nachtzeit zu nutzen. Geschäftskunden können, selbstverständlich zu einem höheren Preis, auch höhere Bandbreiten bekommen. Beispielsweise beträgt der Grundpreis im Tarif „BusinessOnline“ netto 49,87 DM für die Übertragung von maximal 1 Gigabyte im Monat. Jedes zusätzliche Megabyte wird hier extra berechnet. Allerdings bekommt der Business-Kunde dafür auch einen Downstream von bis zu 1,5 Mbit/s und einen Upstream von bis zu 192 Kbit/s zur Verfügung gestellt.

Die notwendige Technik

Um in den Genuss der höheren Frequenzbereiche zu kommen und DSL über den bestehenden Telefonanschluß zu nutzen, muss man zwei neue Hardware-Komponenten installieren: Ein DSL-Modem und den sogenannten Splitter. Splitter sind Filtereinheiten, die es ermöglichen, dass sowohl die niedrigen Sprachfrequenzen für den normalen Telefonverkehr, als auch die höheren Frequenzen der DSL-Verbindung, über eine Kupferleitung übertragen und am Zielpunkt wieder getrennt werden können. Einige DSL-Varianten, wie z.B. ADSL-Lite, benötigen keinen Splitter auf der Teilnehmerseite. Hier sorgen Mikrofilter dafür, dass keine Störsignale von den Telefongeräten auf die Daten einwirken. Dies geht jedoch auf Kosten der Sprachqualität und der zur Verfügung stehenden Bandbreite.

DSL-Installation 

Bild 3: Die DSL-Installation ist nicht schwierig. Wer sich diese Arbeit jedoch nicht zutraut, der kann sich die neue Hardware auch von seinem Provider kostenpflichtig in Betrieb nehmen lassen.

Der Splitter wird mit der vorhandenen TAE-Anschlussdose, dem DSL-Modem und dem analogen Telefon bzw. dem ISDN-NTBA verbunden. Der PC wird über eine Ethernet 10BaseT Verbindung an das DSL-Modem angeschlossen; der PC muss also um eine Ethernet-Netzwerkkarte oder einen USB-Ethernet-Umsetzer  ergänzt werden (siehe Bild 3). Inzwischen werden auch ADSL-Adapter für den PC angeboten, die es erlauben, den PC direkt an den ADSL-Splitter anzuschließen. Damit wird die bisher erforderliche Kombination aus externem ADSL-Modem, Netzteil und Ethernet-Karte überflüssig. Ähnliches ist auch mit einem USB-DSL-Modem zu erreichen.

Mit und ohne Spliiter 

Bild 4: Ein Splitter sorgt dafür, dass Telefonverkehr und DSL-Daten-Verkehr über eine Kupferleitung übertragen werden können. Die weniger leistungsfähige DSL-Variante ADSL-Lite benötigt keinen Splitter auf der Teilnehmerseite.

Ersetzt SDSL die Standleitung?

Im Geschäftskundenbereich hat inzwischen eine weitere DSL-Variante Fuß gefasst: SDSL, die Symmetric Digital Subscriber Line Technologie. Diese wird beispielsweise von dem Kölner Unternehmen QSC Communications AG ( www.qsc.de) unter dem Namen „Q-DSL“ vermarktet. SDSL bietet Übertragungsraten von bis zu 2,3 Mbit/s in beide Richtungen. Damit ist die Technologie ist bis zu 35 mal schneller als ein 64 Kbit/s ISDN-B-Kanal. Große Dateien, für die man bisher beispielsweise eine halbe Stunde benötigte, um sie über ISDN zu laden, können mit SDSL in weniger als 60 Sekunden verfügbar gemacht werden.

Symmetrische Übertragungsraten eigenen sich insbesondere für Unternehmen, die nicht nur Informationen aus dem Internet abziehen, sondern selbst als Informationsanbieter agieren wollen. Außerdem kann man SDSL zur Vernetzung verschiedener Standorte oder zur Realisierung von Videokonferenzen einsetzen. Die permanent verfügbare „always on“-Technologie SDSL kann auch als preislich attraktive Alternative zu herkömmlichen Standleitungen genutzt werden. Denn DSL-Verbindungen können bei vergleichbaren Übertragungsraten meist günstiger angeboten werden als Standleitungen, da der Anbieter mit DSL seine Kabelstränge unter Umständen mehrfach nutzen kann und diese nicht exklusiv für dedizierte Kunden reservieren muss. Allerdings erreichen DSL-Verbindungen nur unter optimalen Bedingungen ihren theoretisch Maximaldurchsatz. Beim Privatnutzer fällt dieser Nachteil nur wenig ins Gewicht, da Angebote wie T-DSL ja nur einen Bruchteil der möglichen Bandbreite zur Verfügung stellen. Somit bleibt hier genügend Spielraum für Fehlerkorrekturverfahren, die dafür sorgen, dass die zugesicherte Bandbreite auch wirklich erreicht werden kann. Die Störanfälligkeit bei ausgereizten, schnellen DSL-Verbindungen kann allerdings ein Grund dafür sein, anstatt auf DSL nach wie vor auf die stabile Standleitung mit garantierter Bandbreite zu setzen.

Router sind nicht immer legal

Die theoretisch mögliche Entfernung für SDSL-Verbindungen beträgt 3300 Meter, wobei sich die Distanzen bei geringeren Transferraten noch verlängern lassen. Im Gegensatz zur ebenfalls symmetrischen HDSL-Technologie (High Data Rate DSL) kann SDSL ebenso wie ADSL über normale Telefonleitungen senden und empfangen. Bei SDSL ist kein Splitter erforderlich, da die Technologie die Sprachdaten als Bestandteil des DSL-Datenstroms versendet. Statt dessen werden beim Kunden SDSL-fähige Router installiert, die die Anbindung ganzer Firmen-Netzwerke an das Internet erlauben. Viele solcher Router führen eine sogenannte Network Adress Translation (NAT) durch und bieten so einen gewissen Schutz vor Hackerangriffen. NAT sorgt dafür, dass die internen IP-Adressen (IP = Internet Protocol) nicht im Internet sichtbar werden, so dass die zugehörigen Rechner nicht von externen Hackern direkt adressiert und attackiert werden können.

Mittels eines Routers lassen sich auch über den T-DSL-Anschluss ganze Rechnernetze mit dem Internet verbinden. Einige Telekom-Kunden haben dies erkannt. Sie kombinieren T-DSL mit einer Flatrate und koppeln über einen Router gleich mehrere Computer gleichzeitig an das Internet. Was manche jedoch nicht wissen: In den allgemeinen Geschäftsbedingungen verbietet T-Online ausdrücklich diese Anschlussvariante. Der Kunde bewegt sich hierbei, meist nichtsahnend, in illegalen Gefilden. Da die Telekom die heimlichen Mehrfachanschlüsse jedoch aus technischen Gründen nicht ausmachen kann, duldet sie diesen Sachverhalt stillschweigend. Ausdrücklich erlaubt ist das gemeinschaftliche Surfen jedoch bei 1&1 (www.einsundeins.de ). Da jedoch der Provider aus Montabaur  selbst von der Telekom und anderen Leitungsinhabern nach der übertragenen Datenmenge tarifiert wird, bittet er seine Kunden, die Flatrate nicht übermäßig zu beanspruchen. Unerwünscht sind Online-Junkies, die zum Beispiel ohne Unterbrechung Tag und Nacht MP3-Audiofiles vom Netz runterladen.

Und was ist mit der Sicherheit?

Einige DSL-Anbieter haben sich speziell auf die Anbindung ganzer Netzwerke und damit auf  Geschäftskunden spezialisiert. Zu diesen gehört beispielsweise die Firma Riodata (www.riodata.de) aus Mörfelden bei Frankfurt. Riodata möchte sich nicht mit den Low-End-Preisen im Privatkundenbereich herumschlagen, sondern offeriert zusätzlich zu den reinen Internet-Anschlüssen  gezielt wichtige Zusatzdienste. So bietet der Firmenkunden-Provider ergänzend zu seinen BusinessConnect-ADSL/-SDSL-Zugängen Firewall- und E-Mail-Security inklusive Virenschutz und Spam-Filtering an. Damit können die DSL-Zugänge gegen Virenbefall, Hackerangriffe und unerwünschte Werbesendungen geschützt werden, ohne dass der Kunde in Hard- oder Software installieren oder zeitintensive Updates durchführen muss. Der Anwender erhält von Riodata gegen eine monatliche Gebühr die komplett gemanagte Sicherheitslösung für seinen DSL-Zugang. Auf Wunsch sorgt Riodata zudem für den Aufbau sicherer VPNs (Virtueller Privater Netze), für die zentrale Datensicherung, Server-Hosting und die Bereitstellung einer ISDN-Backup-Wählverbindung, die bei Ausfall oder Störung der DSL-Strecke automatisch aktiviert wird.

Anbieter

Tarifname

Einmalige Kosten in DM

Grundgebühr je Monat in DM

Upstream

Downstream

Transfervolume n

1&1

1&1 DSL business

100,86

78,04 + DSL-Grundgeb ühr der Telekom

128

768

Flatrate

QSC

Q-DSL-Home

115,40

115,40

256

1024

Flatrate

Riodata

Business Connect Premium

350,09

1171,54

1024

1024

Flatrate

Strato

SkyDSL (via Satellit)

448,00

29,00

64

128-8000

Flatrate

T-Online

T-DSL

100,86 + 234,60 für das DSL-Modem

49,00 + DSL-Grundgeb ühr der Telekom

128

768

Flatrate

Die Vielfalt der DSL-Anbieter und der DSL-Tarife ist groß. Die Tabelle zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des verfügbaren Angebots. Weitere Angebote findet man beispielsweise unter www.verivox.de. Die Tabelle wurde im Dezember 2001 erstellt. Die Preisangaben sind in DM.

Fazit und Ausblick

Abschließend sei gesagt, dass DSL für alle Anwender Sinn macht, die des öfteren mit großen Datenmengen zu hantieren haben. Zusätzlich sollte sich jeder, der mehr als eine Stunde täglich online ist, Gedanken über eine Flatrate machen – schon deshalb, weil die Flatrate dem Surfen die Hektik nimmt und den ständigen Blick auf die Uhr überflüssig macht. Bei der Vielfalt der DSL-Varianten und dem großen und differenzierten Angebot der verschiedenen Provider findet sicher jeder den für sich optimalen DSL-Tarif. Alle DSL-Tarife im Überblick findet man im Internet unter www.verivox.de  oder unter www.wiwo.de/dsl. Für topaktuelle Informationen, Tipps, Downloads und Hilfestellungen bieten sich die Internetseiten www.dslteam.de und www.adsl-support.de an. Interessant ist auch der Konfigurationsagent der Telekom unter www.telekom.de/dtag/ipl2/cda/t2/0,4260,11028,00.html, der dabei hilft, die passende Installationsanleitung für eine gegebenen Situation zu finden.

Auf jeden Fall steht DSL erst am Anfang seiner Verbreitung. Für den europäischen DSL-Markt wird für die nächsten Jahre eine Umsatzexplosion prophezeit. Im Jahr 1999 noch mit 57,8 Millionen Dollar beziffert, sollen die DSL-Umsätze bis 2006 auf 2,13 Milliarden Dollar anwachsen. Als Hauptmotivatoren werden der wachsende Bandbreitenbedarf und der zunehmende Kostendruck gesehen. Während ADSL die Privathaushalte und die kleinen Büros (SOHO = Small Office, Home Office) erobern wird, wird sich SDSL gezielt auf Geschäftsanwendungen fokusieren. Und mit den heutige üblichen DSL-Techniken sind wir technisch noch nicht am Ende: Das schnellste DSL-Übertragungsverfahren, VDSL (Very High Data Rate DSL), bietet eine Summen-Bitrate von bis zu 60 Mbit/s, die heute typischerweise in einen Upstream von 52 Mbit/s und einen Downstream von 2,3 Mbit/s aufgeteilt wird.

 

Autor

Der Autor Dipl. Inform. Klaus Eppele ist Inhaber der Firma improve marketing-training-consulting, Karlsruhe, www.improve-mtc.de.

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Dieser Beitrag erschien in der CIH 1-2/02, Seiten 18 - 20