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Suchmaschinen-Ranking Gefunden werden im Netz
Für viele Unternehmen ist die eigene Internet-Präsenz zu einem wichtigen Marketinginstrument geworden. Um möglichst viele Websurfer auf die eigenen
Internet-Seiten zu lenken, müssen diese von den Suchmaschinen gefunden und an prominenter Stelle gelistet werden. Zum Glück kann man einiges dazu beitragen, um eine gute Position im Ranking der Suchmaschinen zu bekommen
…von Klaus Eppele Ein Webauftritt ist ein wirkungsvolles Medium, um Informationssuchende gezielt anzusprechen. Allerdings
reicht es nicht aus, eine schöne und informative Internet-Seite ins Netz zu stellen. Wenn diese auch Beachtung finden soll, dann muss man die gängigen Internet-Suchmaschinen, wie Google, Lycos, Altavista, Fireball, etc.
über die Existenz der neuen Homepage informieren. Dazu kann man sich einer der vielen Submit-Dienste bedienen, die im Internet angeboten werden, und die, teils gegen Gebühr, die eigene Homepage in Hunderte von
Suchmaschinen eintragen (siehe auch Kasten 1). Für viele Unternehmen reicht es aber aus, wenn sie die nötigen Einträge bei den wenigen wirklich relevanten deutschsprachigen Suchmaschinen und Verzeichnissen händisch
durchführen. Jede Suchmaschine bietet hierzu einen Link, mit der man die eigene „Seite anmelden“ oder eine „URL hinzufügen“ kann (URL = Uniform Resource Locator). Wichtig ist, dass die eigene Seite hierbei sinnvoll
beschrieben und insbesondere in den Webkatalogen oder Verzeichnissen, wie Yahoo oder Open Directory Project (DOMZ), für die richtige Kategorie vorgeschlagen wird. Beispiel für eine Kategorie: World > Deutsch >
Firmen > Bauwesen > Elektrik > Elektroinstallation. Vor diesen Eintragungen sollte man seine Internet-Präsenz so optimieren, dass sie innerhalb der „gefundenen Seiten“ möglichst weit vorne gelistet
wird. Denn Web-Surfer vertrauen den Suchmaschinen so sehr, dass sie oft nur die Verweise der ersten Ergebnisseite anklicken und weitere Suchergebnisse weitgehend ignorieren. Um eine Homepage für Suchmaschinen zu
optimieren, muss man wissen, wie diese funktionieren: Wichtige Ranking Kriterien Suchmaschinen suchen ihre Ergebnisse aus Millionen gespeicherter Webseiten. Sie müssen oft Tausende von
Suchergebnissen in eine sinnvolle Reihenfolge bringen und so sortieren, dass die Ergebnisse, die am besten zur Suchanfrage passen, möglichst weit vorne erscheinen. Dazu bedienen sie sich eines Ranking-Algorithmus, der
von Suchmaschine zu Suchmaschine variiert. Interessant ist, dass sich Google und Co. dabei nur am Text der zu indizierenden Seite orientieren können; Bilder und Multimediaelemente bleiben unbeachtet.  Bild 1: Es reicht, wenn man die eigene Homepage bei den wichtigsten Suchdiensten einträgt. Zunächst gilt es, sich in den Informationssuchenden hineinzuversetzen. Welche Suchbegriffe
wird ein Bauherr eingeben, der nach einem guten Elektroinstallateur sucht? Diese Begriffe müssen optimal in die Website eingebaut werden. Ein Kriterium für die Relevanz einer
Webseite bezüglich eines Suchbegriffs ist dessen Häufigkeit im Text, wobei hier die relative Häufigkeit in der Regel höher bewertet wird, als die absolute Anzahl. Ein 20 Worte langer
Text, in dem viermal das Wort „Elektroinstallation“ vorkommt, wird als wichtiger erachtet, als beispielsweise ein Text mit 500 Wörtern in dem derselbe Suchbegriff zehn mal enthalten ist.
Aus diesem Grund haben kürzere Texte auch oft bessere Positionen in den Ergebnislisten.Wichtig ist auch die Position der Suchbegriffe im Text. Manche Suchmaschinen bewerten
Begriffe höher, die sich am Anfang eines Textes befinden. Ausserdem werden Suchbegriffe bevorzugt behandelt, die sich in der Überschrift befinden oder groß, fett, kursiv oder
unterstrichen dargestellt sind. Auch das Vorkommen innerhalb der Meta Tags „Keyword“ oder „Description“ sowie im Titel des Seitenquelltexts (siehe Kasten 2) kann eine höhere Relevanz
und damit ein besseres Ranking bewirken. Für die meisten Suchmaschinen scheint auch die URL selbst wichtig zu sein. Wenn ein Elektroinstallateur eine Seite zum Thema Haustechnik
anlegt, so sollte er diese „haustechnik.html“ nennen und im Verzeichnis „Elektroinstallation“ ablegen, so dass die URL dieser Seite dann in etwa so aussieht:
http://www.eigene-domain.de/elektroinstallation/haustechnik.html. Doch damit nicht genug: Wenngleich Bilder an sich keine Beachtung bei den Suchmaschinen finden, so können doch
die alt-Attribute des img-Tags, also der zu einem Bild oder einer Grafik hinterlegte Alternativtext von Bedeutung sein. Und einige Suchmaschinen bewerten auch das letzte
Änderungsdatum, wobei neue Seiten höher bewertet werden, als Seiten, die schon ewig nicht mehr aktualisiert wurden.Zusammenfassend hier noch einmal mit sinkender Relevanz die
wichtigsten Positionen in einer HTML-Datei bzgl. der Platzierung der Schlüsselbegriffe:
- Titel
- Meta Keywords und Meta Description
- Überschriften nach Schriftgrößen <h1>, <h2>, <h3>, …
- Inhalt der URL
- ALT-Attribut des IMG-Tags
- Links <a href=“>
- Hervorhebungen durch strong, bold, underline, italic
Kasten 1: Einige weiterführende Links …Strafe bei Spamming
Bei der Optimierung seiner Webseite darf man aber nicht übertreiben. Die relative Häufigkeit
eines Suchbegriffs sollte, je nach Suchmaschine, unter zehn bis 15 Prozent liegen, da es sonst passieren kann, dass man als Spammer eingestuft wird und zur Strafe ein schlechtes
Ranking erhält oder gar nicht mehr in den Ergebnislisten erscheint. Dies geschieht zum Schutz der ehrlichen Webautoren. Denn seit man via Internet auch Geld verdienen kann,
haben nicht wenige Webmaster versucht, ihre Homepage mit unlauteren Mitteln zu optimieren. So haben manche ihre Suchbegriffe Hunderte Male in der Hintergrundfarbe
geschrieben oder in HTML-Kommentarzeilen eingefügt, so dass diese in einem normalen Browser nicht sichtbar waren, aber durchaus von den Suchmaschinen erkannt und gelesen
wurden, oder sie haben einfach häufig gesuchte Begriffe, wie „Herr der Ringe“, die gar nichts mit der eigentlichen Seite zu tun hatten, in die Meta Keywords integriert und dort sogar noch
mehrmals wiederholt, um möglichst viele Websurfer auf ihre Seiten zu bringen. Spamming sollte man tunlichst unterlassen. Denn selbst wenn man es schaffen sollte, die eine oder
andere Suchmaschine auszutricksen, steht man mit einer guten Listenpostition sofort unter der kritischen Beobachtung der Konkurrenz, die sicher nicht zögern wird, Spammingversuche
an die betroffene Suchmaschine zu melden. Mit Links wird’s recht Einige Suchmaschinen betrachten nicht nur den Inhalt der einzelnen Webseiten, sondern
werten auch die Anzahl und die Relevanz von externen Verweisen (Links). Dahinter steckt der Gedanke, dass nur qualitativ hochwertige Inhalte viele Links von anderen Seiten erhalten. Auf
diese Weise kann man das Urteil vieler Homepage-Betreiber in den Ranking-Mechanismus einbeziehen. Google hat hierzu beispielsweise eine PageRank von null bis zehn eingeführt. Je
höher die PageRank einer Seite, desto besser ist ihr Ranking. Die PageRank wird nicht explizit in den Suchergebnissen von Google genannt, man kann sie aber leicht ermitteln, wenn man die Google Toolbar ( http://toolbar.google.de
) installiert. Diese Erweiterung für den Internet Explorer ab Version 5 blendet eine Leiste im Browser ein, die die Google-Bedienung vereinfacht und die PageRank für jede besuchte Internetseite darstellt.
Am schnellesten erhält man eine hohe PageRank, wenn bedeutende Websites mit hoher PageRank auf die eigene Seite verweisen. Ansonsten erhöht sich die PageRank nur recht
langsam. Mehrere hundert Verweise weniger bekannter Seiten auf die eigene Internetpräsenz sind nötig, um die PageRank um einen Faktor zu erhöhen. Von Vorteil ist es auch hier, wenn
die wichtigen Suchbegriffe schon in die URL eingebaut wurden (Beispiel: http://www.eigene-domain.de/elektroinstallation/haustechnik.html). Denn Google wertet eine
Seite besser, wenn der entsprechende Suchbegriff schon in den Links der externen Seiten explizit genannt wird. Wer wissen will, wieviele externe Links schon auf die eigene Seite führen, der kann dies bei
Google z. B. mit der Sucheingabe: „link:www.eigene-domain.de“ erfahren. Ähnliche Anfragen sind auch bei anderen Suchmaschinen möglich. Wer bei dieser Abfrage feststellt, dass er mit
seiner Webseite bisher wenig Beachtung findet, der sollte einen Link-Tausch mit möglichst vielen themenverwandten Seiten anstreben, indem er andere Web-Betreiber um einen Link
bittet und diesen Partner im Gegenzug in die eigene Linkliste aufnimmt. Ausserdem kann man die Anzahl der externen Links erhöhen, wenn man sich bei möglichst vielen lokalen und
branchenbezogenen Internet-Verzeichnissen anmeldet (Gewerbeverzeichnis der Stadt, Branchenbücher, Innung der Elektroinstallateure, etc. ) und wenn man seine URL durch
Pressmeldungen, Online-Gewinnspiele, Download-Angebote usw. bekannt und interessant macht.
<title>Elektroinstallationen</title><meta name="Description"
content="Alles über Elektroinstallationen"> <meta name="Keywords" content="Elektrotechnik, Elektroinstallation, Elektroinstallationen, Lichtschalter,
Schuko-Steckdosen, Haustechnik, Hausleittechnik, Kabelverlegung"> |
Kasten 2: Im „title“ und in den Meta Tags „Description“ und „Keywords“ sollten alle wichtigen
Suchbegriffe vorkommen. Dabei sollte man wichtige Begriffe sowohl im Singular als auch im Plural auflisten und vielleicht sogar häufige Tippfehler berücksichtigen (im obigen Beispiel
sind nur wenige Keywords eingetragen).Domain Indizierung und DirectHitManche Suchmaschinen bedienen sich des „theme based indexing“. Bei dieser Methode
fließt die Relevanz der gesamten Internetpräsenz in die Bewertung jeder einzelnen Seite mit ein. Diese Information ist für alle Webmaster wichtig, die unterschiedliche Inhalte auf einer
Website präsentieren. Wenn also beispielsweise unser Elektroinstallateur auch noch mit Märklin-Eisenbahnen handelt, dann sollte er nicht beide Inhalte auf eine Homepage packen,
sondern für jedes Thema eine getrennte Domain beantragen, so dass jede Domain für sich optimaler in die Suchergebnisse von „theme based indexing“-Suchmaschinen aufgenommen werden kann.
Ein weiterer Ranking-Ansatz ist „DirectHit“, der versucht, die Meinung der Suchenden in die Bewertung der einzelnen Seiten mit einzubeziehen. Suchmaschinen, die sich dieser Methode
bedienen, zählen, wie häufig die einzelnen Suchergebnisse angeklickt werden und ermitteln die Zeit, die vergeht, bis der Suchende von einer angeklickten Seite wieder zur Suchmaschine
zurückkommt. Die gemessenen Parameter gehen dann in die Relevanzbeurteilung bei der nächsten Suchanfrage mit ein. Um hier gut bewertet zu werden hilft nur eines weiter: Der
Inhalt im Meta-Tag Description, der als Suchergebnis oft mit angezeigt wird, muss so interessant sein, dass er möglichst viele Suchenden animiert, auf den entsprechenden Link zu klicken. Fazit „Tue Gutes und rede darüber“: Dieses bewährte Marketing-Motto hilft auch in Sachen „Suchmaschinen-Ranking“ weiter. Das A und O für eine Topposition in den Ergebnislisten der
Suchmaschinen sind qualitativ hochwertige und aktuelle Webinhalte, die optimale Platzierung der wichtigsten Suchbegriffe und die breite Bekanntmachung der eigenen Internet-Präsenz.
Danach ist Geduld angesagt. Denn eine gute Position in den Suchmaschinen erreicht man nicht über Nacht. Wer beobachten will, wie die eigene Seite nach und nach in den
Rankinglisten nach oben steigt, kann sich beispielsweise der Software „Ranking Report“ bedienen, die die Ranking-Position der eigenen Homepage bezüglich eines Suchbegriffs bei
verschiedenen Suchmaschinen anzeigt und die man auf der Seite http://www.suchmaschinentricks.de/software/ kostenfrei herunterladen kann (Bild 2).  Bild 2: Die Software „Ranking Report“ ermittelt die Ranking-Position der eigenen Homepage bezüglich eines Suchbegriffs bei verschiedenen Suchmaschinen.
Autor
Der Autor Dipl. Inform. Klaus Eppele ist Inhaber der Firma improve marketing-training-consulting, Karlsruhe,
www.improve-mtc.de. improve marketing-training-consulting Dipl. Inform. Klaus Eppele Heinrich-Weitz-Str. 31
76228 Karlsruhe Tel: 07 21 / 94 74 621 Fax: 07 21 / 94 74 622 eMail: eppele@improve-mtc.de
URL:
http://www.improve-mtc.de Dieser Text erschien in der CIH 6/04, Seiten 21 - 23
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