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Kosteneinsparung durch standardisierte VoIP-fähige Arbeitsplätze

Aufgetrumpft

Schon früh setzte die Trumpf Gruppe auf die flexible Telefonie über das Internet-Protokoll. Da vorhandene Netzwerksysteme nur aufwendig nachzurüsten waren, entschied sich das Unternehmen für eine Neuausrichtung in Sachen Netzwerktechnik.

Von Klaus Eppele

Innovation wird bei der weltweit tätigen Hochtechnologiegruppe Trumpf, einem der führenden Unternehmen der Fertigungs- und Medizintechnik, schon immer groß geschrieben. Nicht nur deshalb entschied sich das Unternehmen bereits im Jahre 2003 für die Einführung der IP-Telefonie. Während sich andere Unternehmen noch nicht wagten, VoIP durchgängig zu installieren, versorgte Trumpf bereits jeden Arbeitsplatz ihres Vertriebs- und Service-Zentrums in Ditzingen mit IP-fähigen Telefonapparaten.


Bild 1: Die CO2-Laserfabrik in Ditzingen: Die Trumpf-Gruppe legt großen Wert auf modernes Design, Ästhetik und ausgefallene Architektur – nicht nur bei ihren Gebäuden.

„Allerdings war es recht aufwendig, die vorhandene Netzwerkumgebung VoIP-fähig zu machen, sodass wir uns schnell entschieden, nach neuen Lösungen und Komponenten zu suchen“, verrät Reiner Vopel, Gruppenleiter IT-Infrastruktur Netzwerk- und Kommunikationstechnik der Trumpf GmbH & Co. KG. Bei einem Exponet-Besuch kam der Netzwerkspezialist dann mit Foundry Networks ins Gespräch. „Die Systeme von Foundry Networks haben wegen der hohen Packungsdichte, der enormen Leistungsfähigkeit und vor allem wegen der flexiblen PoE-Nachrüstbarkeit (Power over Ethernet nach IEEE 802.3af) sofort mein Interesse geweckt“, berichtet Reiner Vopel. „Dazu kam die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Foundry Networks Mitarbeiter, was uns alles in allem veranlasst hat, eine Testinstallation aufbauen zu lassen.“


Bild 2: Reiner Vopel (Mitte) zeichnet verantwortlich für die IT-Infrastruktur der Trumpf Gruppe; hier im Gespräch mit Eric Waigel (links) und Frank Weber (rechts) von Foundry Networks.

Als Testort wurde die Hüttinger Elektronik GmbH + Co. KG in Freiburg ausgewählt an der die Trumpf Gruppe seit 1990 eine 75 %-ige Beteiligung hält. Hüttinger betrieb derzeit ein reines Datennetz, das aber im Rahmen des bevorstehenden Umzugs in einen Neubau im Freiburger Gewerbegebiet Haid auf VoIP erweitert werden sollte.


Bild 3: Die Hüttinger Elektronik GmbH + Co. KG in Freiburg, Hersteller von Generatoren für Plasmaanregung, Induktionserwärmung und CO2-Laseranregung, gehört seit 1990 zur Trumpf Gruppe.

Erfolgreiche Fehlersuche mit sFlow

„Der Test hat schnell die letzten Zweifel ausgeräumt“, sagt Reiner Vopel. „Der installierte FastIron-Switch hat sofort mit unseren Alcatel-Lucent IP Touch Telefonen und der TK-Anlage harmoniert. Außerdem habe ich während der Testinstallation die Vorteile von sFlow kennen gelernt, mit deren Hilfe ich schnell eine schon länger vorhandene Fehlerquelle orten und beheben konnte.“ sFlow nach RFC 3176 wird von den geplanten FastIron-Systemen in Echtzeit unterstützt und liefert ohne Zusatzkosten alle Rohdaten, die man für weitere Anwendungen, wie Accounting und Billing, Intrusion Detection, Kapazitätsplanung sowie Sicherheitsanalyse benötigt.

Im Rahmen der Windows XP Einführung wurden dann im März 2005 die ersten beiden FastIron SuperX800 Switche sowie neun FastIron GS648-Workgroup-Switche im bestehenden Hüttinger-Netzwerk installiert. „Wir mussten schon vor dem Umzug in den Neubau reagieren, weil die Bandbreite unseres Netzwerks nicht mehr ausreichte“, berichtet Achim Junker, Leiter der IT-Abteilung bei Hüttinger Elektronik. „Im Altbau kamen die Foundry Networks Systeme ohne PoE-Option zum Einsatz. Diese wurde erst später im Neubau aktiviert, sodass dort die IP-Telefone von den Switches mit Strom versorgt werden konnten.“ Dazu mussten die Foundry Mitarbeiter nur weitere Stromversorgungen in die SuperX-Systeme einstecken und einen in allen Geräten vorhandenen DIM-Sockel mit einem PoE-Chip versorgen.


Bild 4: Sie freuen sich über die erfolgreiche Netzwerkinstallation: Eric Waigel, Technical Account Manager bei Foundry Networks, Stefan Kunzelmann, Netzwerkadministrator bei Hüttinger Elektronik, Achim Junker, IT-Abteilungsleiter bei Hüttinger Elektronik und Frank Weber, Regional Sales Manager bei Foundry Networks (v.l.n.r.).

Nachdem man im Juli 2006 zusammen mit den vorhandenen Netzwerksystemen in den Neubau umgezogen war, erfolgte im Januar 2007 die endgültige Strukturanpassung. Seither sorgen sechs vollständig vermaschte FastIron SuperX800 Systeme für die reibungslose Kommunikation aller IT-Systeme, wie PCs, Server, IP-Telefone, Drucker, Zutrittskontrollsysteme, Gebäudeleittechnik etc. Zur Sicherheit befinden sich je drei der Core-Switches in räumlich voneinander getrennten Brandabschnitten. Etwa 320 der insgesamt 550 Arbeitsstationen verfügen über IP-Telefone, die über einen integrierten 2-Port-Switch mit einem FastIron-Port und einem PC verbunden sind. Die Anbindung der Arbeitsplätze an das Backbone erfolgt entweder direkt an einen Port eines SuperX800 oder über einen von insgesamt 16 FastIron Workgroup-Switches. Zur Trennung von Sprache und Daten hat man für die IP-Telefonie ein eigenes VLAN nach IEEE 802.1q eingerichtet. Alle Core-Systeme sind vollständig redundant ausgelegt, sodass der Betrieb auch sichergestellt wäre, wenn einer der SuperX800-Systeme komplett ausfallen würde.


Bild 5: Sechs Hochgeschwindigkeits-Switche aus der Foundry Networks FastIron SuperX Familie bilden das Backbone des Hüttinger Netzwerks. 

Bereits 15 Standorte ausgestattet

„Während dieser Migrationsphase bei Hüttinger haben wir die Foundry-Systeme und –Mitarbeiter kennen und schätzen gelernt“, lobt Reiner Vopel. „Frank Weber und Eric Waigel, unsere direkten Ansprechpartner bei Foundry Networks, haben jederzeit offene Ohren für unsere Ideen und stehen uns immer tatkräftig zur Seite und im Mai 2006 hat uns sogar der Foundry Networks CEO Bobby Johnson besucht, um sich direkt bei uns vor Ort über unsere Pläne und Wünsche zu informieren.“ Frank Weber von Foundry Networks ergänzt, dass „die Trumpf Gruppe inzwischen zum Global Account ernannt wurde, was weltweit einheitliche Konditionen, einheitliche Betreuung und einheitliche technische Standards garantiert.“ Positiv bewertet wurde auch der PSA-Service von Foundry Networks (Partner Support Advantage). Dieses Service-Programm garantiert u. a. fünf Jahre Gewährleistung auf alle neuen Systeme, unbegrenzten 24/7-Zugriff auf das Technical Assistance Center (TAC) in den USA, freie Software-Updates und –Upgrades sowie den kostenfreien Austausch defekter Hardware im „Next-Business-Day-Verfahren.“


Bild 6: Stefan Kunzelmann und Achim Junker demonstrieren einen der neuen FastIron SuperX800 Switche.

Aufgrund der reibungslosen Zusammenarbeit wurden inzwischen von Korea und China über Polen, Tschechei, die Niederlande, Schweiz, Frankreich und Deutschland bis in die USA an 15 Trumpf-Standorten Foundry Networks Systeme installiert und in Betrieb genommen. Diese sind mit OSPF weltweit verknüpft und werden zentral von Ditzingen aus mittels des Foundry Networks IronView NetManagers verwaltet und überwacht. Insgesamt installierte Trumpf bisher 18 FastIron SuperX800 und 114 FastIron GS648 Workgroup-Switche im Wert von über einer Million US-Dollar und nahm damit knapp 8.000 Ports in Betrieb.


Bild 7: Der skalierbare, sichere und fehlertolerante FastIron SuperX800 eignet sich hervorragend zur preiswerten Integration von VoIP, Video, WLAN und High-Speed-Ethernet. Mit seinen bis zu 192 10/100/1000 Mbps Ports inkl. PoE (Power over Ethernet), den bis zu 20 Gigabit-Ports und einer Switching-Kapazität von 464 Gbps ist der FastIron SuperX800 optimal geeignet für die VoIP-Anforderungen der Trumpf Gruppe.

Zuverlässig – auch bei großer Hitze

Die Switche von Foundry Networks wurde in allen Trumpf-Niederlassungen positiv angenommen. „An allen Standorten haben die Foundry Networks Systeme höchste Kompatibilität mit der vorhandenen Infrastruktur gezeigt“, sagt Reiner Vopel. „Auch ein Mischbetrieb mit Cisco ist unproblematisch, da Foundry Networks sogar das Cisco Command Line Interface unterstützt, sodass wir die vorhandenen Cisco-Access-Listen problemlos übernehmen konnten.“ Stefan Kunzelmann, Netzwerkadministrator bei Hüttinger Elektronik, pflichtet Reiner Vopel bei und ergänzt: „Wir haben die SuperX800-Systeme unbeabsichtigt sogar schon in einer Extremsituation getestet. Als vor ein paar Wochen in einem der Verteilerräume die Klimaanlage ausfiel und die Temperatur auf über 50 Grad Celsius anstieg, haben die Foundry Network Switche weiterhin ihren Dienst erledigt, während die meisten anderen Systeme ausgefallen sind.”


Bild 8: Vorbildlich installiert. Blick in einen von zwei Verteilerräumen bei Hüttinger Elektronik.

Als Nächstes sollen weitere Werke in Österreich, in Sachsen und den USA mit Foundry Networks ausgestattet werden. Außerdem sind weitere Neubauten in Ditzingen und in Freiburg geplant, die mit Netzwerktechnik versorgt werden wollen. Außerdem soll in der Zentrale in Ditzingen Gigabit-Ehternet bis zu Arbeitsplatz installiert werden. Somit wird es für Frank Weber und Eric Waigel auch in den nächsten Wochen und Monaten noch viel zu tun geben bei der Trumpf Gruppe.

 

Die Trumpf Gruppe zählt zu den weltweit führenden und größten Unternehmen in der Fertigungstechnik. Über 7.000 Mitarbeiter erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von 1,65 Milliarden Euro in den Geschäftsfeldern Werkzeugmaschinen/ Elektrowerkzeuge, Lasertechnik/Elektronik und Medizintechnik. 7,3 Prozent des Umsatzes investiert das innovative Unternehmen in die Forschung und Entwicklung. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 50 Tochtergesellschaften und Niederlassungen in fast allen europäischen Ländern, in wichtigen Industrieländern Nord- und Südamerikas sowie in Asien vertreten. Produziert wird in Deutschland, Frankreich, Österreich, in der Schweiz, in Tschechien, Polen, Taiwan, China, in den USA und Mexiko. Stammsitz der Trumpf Gruppe ist Ditzingen. Weitere Informationen siehe: www.trumpf.com.

 

Foundry Networks, Inc. (Nasdaq: FDRY) ist ein führender Anbieter von Switching-, Routing- und Application Switching-Lösungen für Unternehmen und Service Provider. Zum Angebot des Unternehmens zählen Layer 2/3 LAN-Switches, Layer 3 Backbone Switches, Layer 4-7 Application Switches, Wireless Access Points, sowie Access- und Metro Router. Zu den über 9.300 Kunden von Foundry Networks zählen viele der führenden Internet- und Metro Service Provider, Universitäten, staatliche Einrichtungen, Banken und Finanzinstitute, E-Commerce-Sites, sowie zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Medien/Unterhaltung, Gesundheitswesen und Industrie. Das 1996 gegründete Unternehmen mit Sitz in San Jose/ Kalifornien unterhält ein weltweites Netz von 48 Vertriebsbüros. Europäische Niederlassungen befinden sich u.a. in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Benelux. Weitere Informationen zu Foundry Networks sind unter www.foundrynet.com zu finden.

 

Autor

Der Autor Dipl. Inform. Klaus Eppele ist freier Fachjournalist und Inhaber der Firma improve marketing-training-consulting, Karlsruhe, www.improve-mtc.de.

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